System Thinking

Ausgetrocknet: Mit System Thinking gegen die Klimakrise

By 10. April 2020 No Comments

System Thinking ist ein interdisziplinärer Ansatz, der das Ziel verfolgt, komplexe Probleme der realen Welt ganzheitlich zu betrachten und zu lösen. Die teamorientierte Vorgangsweise macht Verhaltensmuster einzelner Akteure und die komplexen Wirkungszusammenhänge ihrer Verhaltensweisen sichtbar und kommt durch seine iterative Herangehensweise zu neuen Lösungsansätzen. Steht im Design Thinking und im Design Sprint das Kundenbedürfnis im Vordergrund so fokussiert System Thinking auf komplexe Probleme, die meistens multidimensional, dynamisch und nicht linear sind. Auch dabei gilt: Das Tun und nicht das darüber reden macht den Unterschied!

Klimawandel erfordert radikale Lösungen

Der fortscheitende Klimawandel ist zweifelsohne ein Problem, das nur ganzheitlich und System übergreifend gelöst werden kann, erklärt Alexander Simader, Manager der Klimawandel Anpassungs-Region Unteres Traisental & Fladnitztal. Aus diesem Grund initiierte er ein System Thinking Projekt in der Region, die stark von Trockenheit und Wetterextremen betroffen ist.

Der stattfindende Klimawandel veranlasst alle betroffenen Akteure zum Handeln, sei es im Bereich des Hochwasserschutzes, der Grünraumgestaltung, der Versorgungssicherheit oder der örtlichen Bauordnung und Raumplanung. Die Integration des Bundesheers, der Feuerwehr, von Land- und Forstwirten, Weinbauern, Vertretern von Wasserverbänden und der Kleinwasserkraft, der Industrie sowie von Gemeinden, dem Land und der Ministerien war ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Nachhaltig und innovativ entwickelt

Meteorologen und Hydrologen ergänzten das interdisziplinäre Team, das mehrere Tage konzentriert und iterativ Lösungsszenarien für nicht triviale Problemstellungen der Region entwickelte. Die Ergebnisse des System Thinking Projekts waren vielfältig und konkret genug, um sie sofort in Projekte, Förderprogramme oder Gesetzgebungsinitiativen von Bund und Land integrieren zu können, so Simader. Entscheidend war der Ansatz, die Komplexität zu verstehen, in Varianten und Szenarien zu denken und mit Kreativität zu neuen Lösungsansätzen zu kommen, die durch ihre Einfachheit brillieren.