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Business Development mit Design Thinking

By 16. April 2015 No Comments

Am Europäischen Forum Alpbach war ich als Experte im Arbeitskreis Business Development mit Design Thinking eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung ging es um die Frage, wie Business Development Prozesse mit Design Thinking und Service Design Methoden effizienter gemacht werden können.
Mit dabei waren Gerhard Zeiner, COO von SAP Österreich, Cornelia Schöberl-Floimayr, Leiterin von Customer Experience Management der ERSTE Bank, Oliver Heiss, Managing Partner von Brainds und Michael Thurow, Geschäftsführer, von tm concepts. Die 50 Teilnehmer des Arbeitskreises erprobten sich in einer von mir moderierten interaktiven Challenge zuerst selbst als Design Thinker. Es ging darum die Methode auszuprobieren. Die wichtigsten Ergebnisse des Expertengesprächs möchte ich Ihnen im Folgenden vorstellen.

Design Thinking Workshop

Wie findet man den „passenden“ Kunden?

Der starke Kundenfokus der Methode wirft rasch die Frage auf, wer der „passende“ Kunde ist, mit dem eine Dienstleistung entwickelt oder verbessert werden soll. Die Rekrutierung von Kunden ist eine wesentliche „Hausaufgabe“ zu Beginn von Design Thinking und Servie Design Prozessen. Idealerweise gehen zuerst Sie zum Kunden oder beobachten ihn beim „Tun“ vor Ort. Jede Person ist dabei „passend“. Der Kunde wird einen Grund haben, warum er Ihr Angebot in Anspruch nimmt und wird Ihnen in der Regel gerne von seinen Erfahrungen erzählen. Die Phase des unvoreingenommenen und offenen Erforschen und Sammeln von „Kunden Insights“ ist Grundlage für die weitere Auswahl von Testkunden. Das sind Personen, die Ihren künftigen Nutzer oder Anwender repräsentieren sollen. Die Grundlagenarbeit zu Beginn und die detaillierte Beschreibung von „Personas“ ist die Voraussetzung für die Rekrutierungsarbeit von Testkunden. Die Praxis zeigt, dass für den Test von Prototypen meist nur wenige Personen ausreichen.

Was geschieht mit den Ergebnissen?

Das zweite Thema des Arbeitskreises beschäftigte sich mit den Ergebnissen von Design Thinking Workshops und wie sie im Unternehmen erfolgreich weitergetragen werden können. Die Sicherung von Workshop Ergebnissen beginnt mit bei der Planung des Workshop Designs. Neben der Moderation sind es vor allem die Begleiter der Kleingruppen, die auf die Sicherung von Kunden Insights, die Verwertung von Ideen und Prototypen im Folgeprozess achten. Jeder Workshop schließt mit einem De-Briefing in dem Ergebnisse sofort gemeinsam mit dem Auftraggeber bewertet, verschriftlicht und über deren weitere Verwendung entschieden wird.

Ich finde Design Thinking und Service Design Methoden für Business Development sinnvoll, wenngleich der Einsatz der dafür notwendigen Ressourcen von Anfang an berücksichtigt werden sollte. Der Übergang vom Workshop zur weiteren Angebotsentwicklung durch das Unternehmen ist kritisch. Nicht selten verlieren wertvolle Ideen genau an dieser Stelle ihre Promotoren.

Weiterführende Links:

Design Thinking Camp im Wiener Museums Quartier

Europäisches Forum Alpbach

designaustria