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Machen Start Ups gesund?

By 16. März 2016 No Comments

Mit innovativen Geschäftsmodellen im Bereich „Digital Health“ soll die Symbiose aus klassischer Gesundheitsversorgung und dem Internet gelingen. Immer mehr Menschen nutzen das Internet, um sich über Krankheiten, Symptome und Behandlungsmethoden zu informieren.

Über 100.000 Health Apps verfügbar

Das Angebot an digitalen Gesundheits-Anwendungen für Patienten und Verbraucher wächst stetig. Weit mehr als 100.000 Gesundheits-Apps sollen inzwischen in den App-Stores zur Verfügung stehen. Dazu kommen unzählige Web-Angebote und Internetseiten die um die Aufmerksamkeit der Nutzer buhlen.

Längst ist der Patient nicht mehr der Dumme – er betritt die Arztpraxis mit einem ordentlichen Wissensvorsprung. Zugleich haben aber auch Krankenhausbetreiber, Ärzte und andere Gesundheitsdienstleister das digitale Potential erkannt und suchen ihrerseits nach Möglichkeiten, Patienten möglichst effizient zu behandeln.

Personalisierte Medizin am Vormarsch

Experten der Med Uni Wien sprechen davon, dass sich die personalisierte Medizin in allen Bereichen durchsetzen und zu einem großen Paradigmenwechsel führen wird. „Medizin mit Hilfe von Big Data wird uns helfen die Flut an Informationen, die im Kontext von Gesundheit und Medizin entsteht, zu interpretieren und für die Praxis nutzbar zu machen“.

Spannende Lösungen kommen dafür vor allem von der wachsenden Zahl junger Start Ups. Wie diese aussehen, zeigten sechs Österreichische Start Ups Kiweno, Diagnosia, Endlich durchschlafen, mySugr, FoodNotify und Radiology Explorer Anfang April im Haus der Industrie am Club Alpbach Niederösterreich Event: „Machen Start Ups gesund?“

Wo Mobile Health Lösungen zum Einsatz kommen

Eine App kann kein Fieber senken und keinen Herzrythmus korrigieren. Aber sie kann uns dabei helfen, gesund zu bleiben und im Krankheits- oder Verletzungsfall schneller zu reagieren. Mobile Health Lösungen sind heute bereits Prävention, Diagnostik, Therapie, Nachsorge bis hin zur Wellness im Einsatz. Wir sprechen also nicht nur von Gesundheits-, sondern auch von digitalen Lifestyle Angeboten.

Und dass das ein lukrativer Markt ist, zeigen die Zahlen des amerikanischen Inkubators Rock Health: 1,4 Milliarden US-Dollar haben Kapitalgeber allein im vergangenen Jahr in solche Startups investiert – ein Plus von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die neuen Angebots- und Nutzungsformen zeichnen sich neben ihrer Multimedialität vor allem durch ihre Option zur Interaktivität aus. So eröffnen sie neue Möglichkeiten der Partizipation und Interaktion zwischen Bürgern, Leistungserbringern und Kostenträgern im Gesundheitswesen.

Club Alpbach Niederösterreich