Co-Creation

Experiemtierfreudig im Co-Innovation HUB

By 19. März 2016 No Comments

Nach diesem Motto experimentieren bis zu 40 Personen mehrere Tage an  Zukunftsfragen von Unternehmen, Branchen oder Gemeinden.

Wo? In Co-Innovation HUBs, Zukunftswerkstätten, IdeaLABs, Global Design Jams oder der Vor Ort Ideenwerkstatt. Diese Formate sind ungewöhnliche Plätze. Ihre Auftraggeber und Teilnehmer investieren Zeit, Geld und Know-how, ohne vorher zu wissen, was am Ende dabei heraus kommen wird. Eines haben sie gemein: Alle gehen neue und ungewohnte Wege. Mit Erfolg!

Der Spirit von Co-Creation und Iteration

Der Brite Hendrik Tesinga und sein Kollege Remko Berkhout haben erstmals in Ihrem Buch „labcraft – how social labs cultivate change through innovaion und collaboration“  dargestellt, wie die kundenzentrierte Arbeitsweise (human-centered-approach) gepaart mit dem Multi-Stakeholder Ansatz im sozialen „Labor-Format“ weltweit für unterschiedliche Aufgabenstellungen zum Einsatz kommt.

Dieser experimentierfreudige Ansatz im „Labor“ – Scheitere schnell, oft und früh! – schafft den stabilen Raum zum Lösen „verzwickter Probleme“. Also für jene in unserer komplexen Welt immer öfter auftauchenden Fragestellungen, in denen wir auf Dilemma-Situationen treffen. Auf unterschiedliche Interessenlagen, bei denen die Lösung eben nicht auf der Hand liegt und von einem klugen Kopf an der Spitze einer Organisation per Eingebung erdacht weden kann. Alle beteiligten Stakeholder lernen dabei rasch, das die Arbeit im „Labor“ das genaue Gegenteil von gewohnter Projektarbeit ist. Durch den iterativen Erkenntnisgewinn wird die Unsicherheit auf dem Weg zu einer unbekannten Lösung immer weniger problematisch.

Dabei durchlaufen die Teilnehmer sogenannter „Co-Innovation-Formate“ immer sechs interative Etappen:

  •  Das Problem und den Kontext wirklich verstehen.
  •  Anwender oder Stakeholder beobachten. Deren Ansprüche verstehen.
  •  Eigene Perspektiven und Sichtweisen der Anwender / Stakeholder neu definieren.
  •  Ideen zu Lösung entwickeln.
  •  Rasch konzeptionelle Prototypen und Funktionsmodelle der Ideen bauen.
  •  Systematisches Feedback von Anwendern / Stakeholdern einholen und Weiterentwickeln der Ergebnisse.

„Co-Innovation-Formate“ schaffen kreative Räume, in denen es in kurzer Zeit gelingt Teilnehmern und betroffenen Stakeholdern, Perspektiven- und Haltungswechsel einzunehmen, um kundenzentrierte Veränderungen zu initiieren. Hier einige Beispiele:

Politikdesign für den Strommarkt

Verblüffende Erkenntnisse über die Energiezukunft von Bayern und Österreich brachte das von mir moderierte Ideenlabor des Münchner Energiekongress. Im Auftrag des Bayrischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, der Technischen Universität München sowie der Advantage Austria und des Verbund arbeiteten Experten und Studenten an der Frage,  wie Bayern und Österreich gemeinsam die Versorgungssicherheit im neuen Energiezeitalter gewährleisten werden können.

energy LAB 2050

Wie gestalten wir den Energiemarktplatz der Zukunft? Was wollen Kunden, was kann die Branche? Wie soll die Politik entscheiden? Mit diesen Fragen beschäftigen sich rund 30 junge ExpertInnen aus Politik, Industrie und Interessenvertretern im von mir moderierten Verbund energyLAB2050. Aus sechs verschiedenen Perspektiven wurde am Energiemarktplatz der Zukunft gearbeitet, betroffene Anspruchsgruppen in den Prozess integriert, Ergebnisse wieder mit diesen überprüft und weiterentwickelt.

Vor Ort entwickeln

Das Architekturbüro nonconform hat eine Methode der partizipativen Planung und Ideenentwicklung für Gemeinden und Regionen entwickelt, bei der die Planer direkt vor Ort gemeinsam mit allen Beteiligten an Lösungen arbeiten. Hier gehts zur Vor Ort Ideenwerkstatt

Global vernetzen

Über 3000 Personen arbeiten einmal im Jahr im Rahmen des Global Design Jam zeitgleich in 48 Stunden und 100 Städten, an 500 relevanten Zukunftsfragen. Eine Intiative der WorkPlayExperience. Hier gehts zum Global Design Jam