Design Thinking

Wie funktioniert Design Thinking?

By 23. September 2014 No Comments

Design Thinking funktioniert wie der Arbeitsmodus eines Architekten oder Designers. Ein Architekt stellt zuerst die künftigen Bewohner des Hauses, das er baut, in den Mittelpunkt. Er beobachtet ihr Verhalten und lernt so rasch ihre Bedürfnisse und Gewohnheiten kennen. Danach beginnt er seine Beobachtungen zu strukturieren und entwirft auf Basis erster Annahmen Skizzen.
Er macht alle gewonnen Informationen sichtbar und zeigt sie sofort den künftigen Bewohnern, um zu lernen, in welche Richtung er weiterdenken und arbeiten soll.

Arbeiten wie Architekten und Designer

Er wird dabei immer konkreter, bis er beginnt seine Skizze zu bauen. Aus einer einfachen 2D Skizze, wir rasch ein 3D Modell. Und wieder bespricht er sofort mit seinem Auftraggeber seinen Prototypen, um zu verstehen, ob er zu Beginn, als er noch beobachtete, alles richtig verstanden hat.

Die Vorgangsweise im Design Thinking ist ähnlich: Das Verfahren orientiert sich an der Arbeit von Architekten und Designern, die als eine Kombination aus Verstehen, Beobachtung, Ideenfindung, Verfeinerung, Ausführung und Lernen verstanden wird. So sequenziell, wie sie gerade beschrieben wurde, mag die Herangehensweise geradlinig erscheinen. In der Tat befeuert sie jedoch eine Arbeitskultur voller Iterationsschleifen. Sie geht schrittweise vor und zurück, nimmt selten wirkliche Abkürzungen und führt zu überraschenden Resultaten. Der strenge Fokus auf den Nutzer sowie kurze iterative Lern- und Entwicklungsschritte führen zu innovativen und schnell anfassbaren Ergebnissen. Design Thinking schafft damit Freiräume, in denen Innovationen entstehen und wachsen können.

Weiterführende Links

HPI School of Design Thinking