Die Welt befindet sich in einer Klimakrise. Der menschliche Einfluss auf die deutliche Klimaentwicklung ist bekannt und wissenschaftlich belegt. Um die globale Erwärmung zu stoppen und die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern, müssen wir aufhören, der Atmosphäre Treibhausgase zuzuführen. Konsequentes Handeln bedeutet, dass jeder von uns Gewohnheiten ändern wird müssen, denn bei so gut wie allen Aktivitäten unseres Lebens werden Treibhausgase freigesetzt.

Die Dinge können sich ändern!

„Klimaneutral“ bedeutet, dass in 28 Jahren von uns allen nicht mehr CO2 emittiert werden soll, als die Natur in der Lage ist aufzunehmen. Das klingt schwierig und es wird auch schwierig. Wir wissen heute, dass alle Maßnahmen, die wir aktuell diskutieren nicht ausreichen, um tatsächlich „klimaneutral“ zu werden. „Klimaneutral“ bedeutet notwendiger Weise nicht Verzicht und Einschränkung, obwohl alle von vermeiden, reduzieren oder kompensieren sprechen. Vieles liegt nicht in unserer Hand. Wie kann es trotzdem vernünftig gelingen, die Lücke zur „Klimaneutralität“ zu schließen und unsere Städte „Fit für die Klimaziele“ zu machen? Wir haben gelernt: Die Dinge können sich ändern! Wir verfügen schon heute über die Bereitschaft und einige der Werkzeuge, die wir dafür benötigen.

Baden mit Design Sprint „Fit für die Klimaziele“

Mit der Initiative „Fit für die Klimaziele“ startete die beliebte Kur- und Kulturstadt Baden bei Wien einen Innovationsprozess, um zu zeigen, wie eine schnelle und nachhaltige Transformation der Stadt gelingen und wie die Bevölkerung auf dem Weg zur „Klimaneutralität“ integriert und mitgenommen werden kann. Der Prozess basierte auf der Logik eines Design Sprints: Ein kompaktes viertägiges Framework, um Probleme zu lösen, Ideen zu validieren und rasch zu „verproben“. Im Vordergrund stand die Kollaboration und Entwicklung von mutigen Lösungs-Szenarien durch interdisziplinäre Teams gemeinsam mit Politik, Experten und Stakeholdern. Nicht das Optimieren, sondern das radikale „Neu-Denken“ bekannter Herausforderungen stand daher im Mittelpunkt. Die Vorgangsweise verfolgte nicht das Ziel von Partizipation, sondern fokussierte auf das Explorieren und das Vorantreiben von Innovationen.

Mit den Ergebnissen treten die Initiatoren nun in den Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern und BürgerInnen der Stadt. Ziel ist es weiter Mut zu machen und mit Experimenten weitere Perspektiven aufzeigen, wie der Transformationsprozess zur „Klimaneutralität der Stadt“ gelingen kann.