Die Pandemie hat tatsächlich alles auf den Kopf gestellt. Vieles was wir nicht für möglich gehalten haben war in wenigen Wochen Realität. Der rasante Wechsel in den „all-remote“ und „work from anywhere“ Modus sorgte in unserer Arbeitswelt endgültig für den Durchbruch digitaler Kollaboration-Tools. Werkzeuge wie Zoom oder MURAL überzeugten rasch durch ihren einfachen Zugang und ihre Benutzerfreundlichkeit.

Auch wenn nach der anfänglichen Begeisterung mittlerweile eine gewisse „Zoom-Müdigkeit“ und der Wunsch nach persönlichem Kontakt kaum größer sein könnte, werden digitale Tools unseren Alltag in den kommenden Jahren schneller als gedacht in eine hybride Lern- und Arbeitswelt verwandeln.

„Dabei wird es vor allem darum gehen, eine Brücke zwischen physischer und digitaler Welt zu schlagen und Umgebungen zu erschaffen, in denen Digitales und Analoges zusammenkommt“ meint Dr. Sirkka Freigang. Die Expertin für Smart Learning Environments, also Lernumgebungen, in denen der physische Raum mit digitalen Technologien angereichert wird, sind es Technologien wie Augmented und Virtual Reality, das Internet der Dinge und Künstliche Intelligenz, die den  Rahmen bilden, indem wir uns als Lernende und Co-Kreative bewegen werden.

Schnupperkurs hybrider Kreativität

Was wir in den letzten Wochen und Monaten zwangsbedingt ausprobieren durften, war für viele von uns also ein „Schnuppern“ des hybriden Arbeitsalltags der Zukunft. Vieles hat dabei hervorragend funktioniert, manches sogar so gut, dass wir es nicht mehr missen möchten.

Als Facilitator für Innovationsprojekte in der Industrie, Design Thinker und Lektor an Universitäten und Fachhochschulen beschäftige ich mich schon einige Jahre damit, wie es gelingt analytisches und kreatives Wissen zu vernetzen, um Neues zu entwickeln. Kurz gesagt geht es dabei immer um Settings, die neugierig machten und uns zu explorativem Lernen motivieren. Der Bedarf dafür ist groß, nicht nur weil aktuell coronabedingt viele herkömmliche Lernsettings ausfallen. Smarte Lernumgebungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Viele Technologien ermöglichen uns, die richtigen Informationen auf die richtige Art und Weise zur Verfügung stellen. In Design Sprints kombinieren wir digitale Bedarfserhebungen und Kontextanalysen mit analoger Kreativität und digitalem Prototyping. Unsere Herausforderung bleibt weiterhin, auch in der hybriden Arbeitswelt Wissen und Technologien immer neu und kreativ zu kombinieren.